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Die Straßenverkehrsordnung in Frankreich: Was Sie wissen sollten

Um mit dem Auto sicher durch Frankreich zu fahren, sollten Sie einige landesspezifische Verkehrsregeln beachten. Zwar gelten die internationalen Verkehrsvorschriften und Rechtsverkehr – genau wie in Deutschland – jedoch werden Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung mit höheren Bußgeldern bestraft als hierzulande. Hier finden Sie die wichtigsten Infos und Tipps zum Autofahren in Frankreich.

Tempolimits

Innerorts gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h, außerorts liegt diese bei 90 km/h. Autos, die einen Wohnwagen oder Anhänger ziehen, müssen eine Geschwindigkeit zwischen 45 und 65 km/h einhalten, je nach dem, um wie viel Prozentpunkte das Gewicht des Anhängers das des ziehenden Fahrzeugs überschreitet. Auf Schnellstraßen dürfen Sie mit einer Geschwindigkeit bis zu 110 km/h fahren und auf Autobahnen bis zu 130 km/h.
Auf nassen Straßen und für Fahranfänger gelten Sonderregelungen für die Geschwindigkeitsbegrenzung. So muss die Geschwindigkeit bei Niederschlägen je nach Straße um 10-20km/h gedrosselt werden. Gleiches gilt generell für Fahranfänger, die ihren Führerschein seit weniger als drei Jahren besitzen.

Ampeln

An französischen Ampeln folgt auf „Rot“ direkt „Grün“.
Zeigt eine rote Ampel zudem einen gelb aufleuchtenden Pfeil, so kann unter Berücksichtigung der Vorfahrt des Gegenverkehrs, in diese Richtung abgebogen werden. Ein kreuzförmiges, rotes Lichtzeichen, welches auf der Rückseite der Ampel des Gegenverkehrs erscheint, deutet darauf hin, dass dieser an einer roten Ampel steht. Wenn Ihre Ampel grün zeigt und Sie dieses kreuzförmige Signal sehen, können Sie, unter Rücksichtnahme auf Fußgänger, links abbiegen.

Promillegrenze

Genau wie in Deutschland liegt die Promillegrenze für Autofahrer in Frankreich bei 0,5. Wichtig dabei ist, dass Autofahrer, auch Mietwagenfahrer, dazu verpflichtet sind, wegwerfbare Alkoholtests im Auto mitzuführen. Diese können Sie in Frankreich an Autobahnraststätten oder Apotheken erwerben.

Parken

Bei der Parkplatzsuche sollten Sie zunächst beachten, dass das Parken auf öffentlichen Straßen über 24 Stunden am Stück oder Übernachtungsparken verboten ist.
Eine gelbe, durchgezogene Linie am Straßenrand deutet auf absolutes Halteverbot hin. Ein gelber, unterbrochener Streifen steht für Parkverbot. Wenn Sie am Fahrbahnrand eine blaue, durchgezogene Linie sehen, können Sie in diesen sogenannten „Zones Bleues“ kostenlos mit Parkscheibe oder mit einem Parkschein parken. Auch weiße, unterbrochene Straßenmarkierungen am Fahrbahnrand weisen auf Parkplatzmöglichkeiten hin. In beiden Bereichen ist das Parken meist bis zu zwei Stunden erlaubt und wird häufig kontrolliert.
Unter Brücken, Unterführungen, vor Krankenhäusern, Postämtern, Polizeistationen oder Hydranten ist das Parken generell verboten. Genauso handelt es sich um Falschparken, wenn Sie Ihr Auto teils auf dem Bordstein oder ein kleines Auto quer zur Fahrbahn parken.

Autobahnen

Wenn Sie auf ihrem Trip durch Frankreich auf die Autobahn fahren möchten, sollten Sie sich auf Mautgebühren einstellen und Bargeld oder Ihre Kreditkarte im Auto dabei haben. Um diesen Gebühren zu entgehen, können Sie gut ausgebaute Nationalstraßen als Alternativstrecke wählen, auf denen jedoch oft vermehrtes Verkehrsaufkommen herrscht.
Günstige Tankstellen finden sich meistens nicht auf Autobahnen, sondern in der Nähe von großen Supermärkten.
Das Laufen auf der Autobahn und auf dem Pannenstreifen ist in Frankreich nicht erlaubt. Bei einem Unfall auf der Landstraße oder im Ort ist es erforderlich, ein Warndreieck aufzustellen. Auf der Autobahn sollten Sie dieses unterlassen und sich direkt hinter die Leitplanke begeben.

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