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Auto schützen an Silvester

Zu jedem Jahreswechsel beginnt für viele Fahrzeugbesitzer aufs Neue das große Zittern. Durch verirrte Böller und Raketen entstehen jedes Jahr in der Silvesternacht Schäden in Millionenhöhe an Pkw. Wer kann, sollte daher geeignete Möglichkeiten ergreifen, um seinen fahrbaren Untersatz vor Kratzern, Schmauchspuren oder Schlimmerem zu schützen.

Ein sicherer Stellplatz in der Garage

Eine Garage bietet so manchen Vorteil. Im Winter entfällt das Freikratzen vereister Scheiben und bei Sturm ist das Auto sicher vor herabfallenden Ästen. Wer an Silvester sein Auto schützen möchte, ist mit einem geschützten Platz in einer Garage ebenfalls gut beraten. Feuerwerkskörper können dort dem Fahrzeug ebenso wenig etwas anhaben wie angeheiterte Partygänger. Auch in einem Parkhaus oder einem Carport sind geeignete – sprich sichere – Abstellmöglichkeiten zu finden. Ist es nicht möglich, den Wagen an einem der oben genannten Orte abzustellen, sollte man wenigstens auf einen Hinterhof oder eine ruhige Seitenstraße ausweichen.

Auto schützen durch Waschen und Wachsen

Eine Autowäsche mit anschließender Wachsbehandlung kann das Auto laut ADAC ebenfalls vor unschönen Silvesterspuren schützen. Auf der glatten Oberfläche gleiten Raketen besser ab. Eventuelle Schmauchspuren lassen sich zudem leichter entfernen. Von feuerfesten Rettungsdecken ist hingegen eher abzuraten. Fällt eine ausgeglühte Rakete auf das Autodach, entstehen zumeist nur kleine Schmauchspuren. Liegt zwischen Knaller und Fahrzeug eine Rettungsdecke, graben sich die Spuren gegebenenfalls tiefer in den Lack ein und sind dann nur schwer zu beseitigen.

Möglichst nicht nachts fahren

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Das Fahrzeug sollte bereits am frühen Abend in seinen sicheren Unterstand gebracht werden. Für Fahrten in der Silvesternacht wird in der Regel wesentlich mehr Zeit benötigt als in normalen Nächten. Feiernde Menschen und Polizeikontrollen sorgen oftmals für Verzögerungen. Wer dennoch fahren muss, sollte sich auf die plötzliche Ablenkung durch lautes Knallen und grelles Licht von Feuerwerkskörpern einstellen. Häufig torkeln auch beschwingte Mitbürger überraschend auf die Straße und gegebenenfalls direkt vors Auto. Außerdem ist es möglich, dass die Feiernden ihr Feuerwerk mitten auf der Fahrbahn zünden. In diesem Fall heißt es anhalten und abwarten, um die anderen nicht zu gefährden und sich selbst und das Auto zu schützen.

Vorsicht am Neujahrsmorgen

Wer glaubt, am ersten Januar alles überstanden zu haben, könnte einem Irrtum unterliegen. Immer wieder kommt es vor, dass vorüberziehende Feiernde nachts Knaller in das Auspuffrohr stecken. Zudem sollte sichergestellt werden, dass keine Flaschen vor oder hinter den Fahrzeugreifen liegen. Die Scherben könnten beim Losfahren die Pneus beschädigen. Neujahrsfahrer sollten zudem ihren Restalkohol nicht unterschätzen. Unter günstigen Bedingungen sinkt der Blutalkoholspiegel pro Stunde um etwa 0,1 bis 0,2 Promille. Daher ist es nach einer durchzechten Silvesternacht am sichersten, den Wagen stehen zu lassen.

Was ist bei einer Beschädigung zu beachten?

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Kommt es trotz aller Schutzmaßnahmen zu Brand- und Explosionsschäden am Fahrzeug, ist die Teilkaskoversicherung zuständig. Bei Brandlochschäden im Stoffdach eines Cabrios bleibt der Halter des Fahrzeugs allerdings unter Umständen auf den Kosten sitzen, denn für diese Schäden zahlt nur eine Vollkaskoversicherung. Dies kostet jedoch eine Stufe des Schadensfreiheitsrabatts. In beiden Fällen ist zudem die vereinbarte Selbstbeteiligung fällig. Sofern der Verursacher ermittelt werden kann, muss dieser für die Reparaturen aufkommen. Generell ist bei einem solchen Vorgang die Polizei hinzuzuziehen.

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